Berlin, 10. Juni 2026 - Die Berliner Apotheker:innen befürworten grundsätzlich das Anliegen der Bundes­­regierung, die Finanzen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu stabilisieren. Die konkrete Ausgestaltung des von der Bundesregierung geplanten Gesetzes sieht aber eine über­proportionale Belastung der Leistungserbringer vor und vermeidet wirksame Alternativen wie die von der FinanzKommission Gesundheit vorgeschlagene Finanzierung versicherungsfremder Leistun­gen aus dem Bundeshaushalt. 

Im Rahmen eines Aktionstages der KV Berlin gegen die im Entwurf des GKV-Beitragssatz-Stabilisierungsgesetz geplanten Sparmaßnahmen sollen heute viele Berliner Vertragsarztpraxen geschlossen bleiben. 

Die BAV-Vorsitzende Anke Rüdinger stellt dazu fest: "Es handelt sich um ein reines Spargesetz, das irreparable Schäden an den Versorgungsstrukturen zur Folge haben kann. Der Erhalt einer qualitativ hochwertigen, persönlichen und wohnortnahen Gesundheitsversorgung muss das gemeinsame Ziel aller Berufsgruppen im Gesundheitswesen sein. Daher solidarisieren sich die Berliner Apotheker:innen mit dem heutigen Aktionstag der Vertragsarztpraxen gegen die GKV-Sparmaßnahmen. Wir rufen die Politik auf, von dem Vorhaben, das Spargesetz im Eiltempo durchzudrücken, abzusehen und stattdessen im Dialog mit allen Beteiligten langfristig tragfähige Lösungen für ein stabiles, resilientes und leistungs­fähiges Gesundheitswesen zu suchen."